Wenn Sie jemals ein gut eingespieltes Team bei der Arbeit gesehen haben, oder selbst Teil des Prozesses waren, werden Sie nichts anderes mehr wollen. Überall dort, wo es um Erfahrungswissen geht, bei Aufgaben vom Typ „Versuch & Irrtum“ erweisen sich Teamlösungen der Einzellösung überlegen. So gut, wie die Teammitglieder das Zuhören beherrschen und mental offen bleiben können. Alles hängt davon ab, dass gegenseitige Achtung und Gleichwertigkeit herrschen. Wenn in einem Team einer den Besserwisser spielt, der den anderen in ihre Arbeit reinredet, sie ausbremst und bevormundet, dann hört ein Team auf, erfolgreich zu sein. Ein Team funktioniert als sich selbstorganisierende, selbstähnliche Gruppe von gleichgerichtet arbeitenden Menschen, die sich als gleichwertig erleben und respektieren. Effiziente Teamarbeit ist erlernbar, man muss nur wissen. wie.
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Zunächst einmal ein kurzes Statement zur Evolutionstheorie: Die Annahme, "Survival of the fittest" ist inzwischen überholt. Sie entsprach dem damaligen Zeitgeist und wurde so anstandslos und ohne Hinterfragen akzeptiert. Im Buch von Peter Ripota: "Mythen der Wissenschaft" zeigt er, dass nicht die stärksten Einzelkämpfer sich durchsetzen, sondern die Tiergemeinschaften, die die beste Kooperation entwickelt haben. Das ist auch der Grund, dass sich die Termiten seit Millionen Jahren kaum mehr weiterentwickeln mussten, - sie waren durch ihre Kooperation unschlagbar geworden.
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Überall in der Natur zeigt sich die Kraft der Zusammenarbeit: Jeder von uns hat schon einmal Zugvögel beobachtet, die in Formation geflogen sind. Ein faszinierdens Schauspiel. Wahrscheinlich haben auch Sie sich schon gefragt, wie diese Vögel es schaffen in so perfekter Formation zu fliegen. Gibt es dafür Meetings? Ein geheimer Code, oder Verständigung durch für uns unhörbare Signale. Wie diese Tiere das schaffen, können Wissenschaftler bis heute nicht eindeutig beantworten. Das "Warum" ist inzwischen klar: Jedes Tier, das in einer ganz bestimmten Zone hinter dem nächsten fliegt, hat nur 69 % des Luftwiderstandes zu bewältigen. Damit ist es diesem grossen Team möglich, grosse Strecken mit geringerem Aufwand zurückzulegen. Untersuchungen haben ergeben, dass der vorderste Vogel nach einiger Zeit durch einen frischeren, kräftigen Führungsvogel ausgetauscht wird. Der bisherige Anführer reicht sich dann (vermutlich dankbar) weiter hinten ein, wo er sich erholen kann. Wenn ein Vogel zurückbleiben muss, so landen zusammen mit ihm zwei weitere Vögel und bleiben bei ihm, bis er sich wieder fit genug zur Weiterreise fühlt. Allein könnte er zum Vogelzug nicht mehr aufschliessen, aber zu dritt kommt der Vorteil der Kooperation wieder zum Tragen. Stirbt dieser eine Vogel, müssen sich die beiden anderen einem anderen Schwarm anschliessen, sie könnten diese Reise allein nicht mehr schaffen. Berührend und faszinierend, nicht wahr? Ich denke oft an dieses Beispiel, wenn ich mit Organisationen arbeite, die die innere Ordnung und Kraft des Systems noch nicht gefunden haben.
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