Eine kleine Übung zu diesem Thema:

1. Schreibe als (A) mit einem Partner (B) gegenseitig die Eigenschaften auf, die er als Urteil einem Konfliktpartner gegenüber denkt.
2. Lies diesem B jetzt seine abwertend genannten Eigenschaften vor, indem Du sagst:
DU bist anderen Menschen gegenüber ..........
3. Frage B, welcher Teil in ihm welchem anderen Teil gegenüber ...... ist oder sich verhält.
Welche Ausprägung in Dir urteilt am meisten über welchen Typus. (zB. hauptsächlich Urteile des Gewissenhaften Anteils über den Dominanten)

4. Wie wird dieser Mensch selbst dieselbe Eigenschaft beurteilen. (So wird ein Egoist etwa seine Fähigkeit als "Selbstbestimmtheit" beschreiben)
Schreib die positive Version auf und übe Dich darin, bei jedem Urteil über einen anderen Menschen die positive Eigenschaft dazu zu finden.



Projektionen

sind Aufmerksamkeitsprozesse, die nach außen orientiert sind.
Abstand vom physischen Körper gehört dazu.
Körperliche Version: sich nach aussen übergeben:
wenn ich etwas Unverträgliches gegessen habe, kann ich es nach außen übergeben.
Beispiel Grobheit contra Höflichkeit
Wenn diese Prägung nicht sehr stark ist, wird es beide Möglichkeiten geben, aber ausgewogen.
Wenn jedoch die Grobheit verpönt ist, wird sie aus dem Verhaltensrepertoire verschwinden.
Sie wird als Teil abgespalten. Es wird also einen Teil geben, der mit der Person selbst brutal und grob umgehen muss, damit dieser - natürliche - Zug nicht gelebt wird.

Wird Grobheit stigmatisiert, dann wird noch stärker gespalten (dissoziiert), und die Eigenschaft wird nur noch bei anderen Personen wahrgenommen.
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In den letzten Jahren gehen Psychologen immer mehr davon aus, dass sich unsere Psyche aus verschiedenen, ziemlich eigenständigen Teilpersönlichkeiten zusammensetzt. Und jede dieser Teilpersönlichkeiten
- hat eigene Bedürfnisse,
- hat eigene Sorgen und Ängste und
- verfolgt eigene Ziele.
Alle unsere Teilpersönlichkeiten zusammen nennt der Hamburger Psychologieprofessor Schulz von Thun unser inneres Team.
Wenn wir uns das überlegen, dann ist es ja eigentlich gar nicht verwunderlich,
- wenn wir uns oft innerlich zwiegespalten oder zerrissen fühlen,
- wenn wir Dinge tun, die wir eigentlich gar nicht tun wollen (Der eine in uns will der andere nicht) oder
- wenn wir manchmal vollkommen gelähmt sind (wenn sich z.B. verschiedene Teile in uns ineinander "verkantet" haben und sich in einem Patt befinden).
Und wenn wir von diesem Modell unserer Psyche mit den verschiedenen Teilpersönlichkeiten ausgehen, dann verstehen wir auch, warum es uns oft so schwer fällt, uns zu ändern:
Der eine in uns will sich ändern und der andere will eben nicht. Oder wir versuchen die ganze Zeit, die falsche Teilpersönlichkeit in uns zu ändern. Oder wir bekommen erst gar keinen Kontakt zu der Teilpersönlichkeit in uns, die für ein bestimmtes Problem zuständig ist.
Der erste Schritt könnte sein,
- sich der eigenen Teilpersönlichkeiten in uns bewusster zu werden,
- ihnen jeweils einen Namen zu geben und
- sich zu überlegen, welche Bedürfnisse sie haben und welche Ziele sie verfolgen.




Schattenanteile - unsere ungeliebten Kinder

Ich beginne als vollkommenes Wesen und wähle meinen Charakter selbst.
Es gibt ein selbstgewähltes Verbot, gewisse Rollen zu leben.
Wenn diese Rollen gelebt werden, wird die Bindungsenergie frei und es wird lustvoll

Wie innen, so außen:
nach außen projizierte Persönlichkeitsanteile sind auch innen wirksam
Was mir "fehlt", ist das wirksame Geheimnis, es will langfristig gelebt werden
Jeder Archetyp hat seinen Sinn und darf gelebt werden, vom Wert her sind alle Typen gleich wichtig und gleichwertig

Zwischen diesen unseren inneren Persönlichkeitsanteilen fliesst eine Energie, wird abgelenkt, verwehrt, bejaht, verstärkt, - je nachdem.
Hier wird Energiearbeit wirksam, - und verändert unsere Realität.

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Wir leben immer in einer Welt, die wir uns selbst einbilden. (Herder, Johann Gottfried)

Angst klopfte an die Tür, Vertrauen öffnete und niemand war draußen.Chinesische Weisheit




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